Bewegungstraining für Darsteller

Das Bewegungstraining als Teil des Programms im STUDIO2 ist als qualifizierendes, fachspezifisches Training für Darsteller aller Genres konzipiert. Es wendet sich an alle, die in ihrer Arbeit auf einen ausdrucksstarken und ausdauernden Körper angewiesen sind und ihre ganzheitliche Präsenz stärken wollen.

Das Training beinhaltet neben Übungen zur Kraft, Flexibilität und Vitalität auch die Verbindungen von der Bewegung zu Stimme und Sprache, zur Präsenz, zur Körpersprache und zum bewußten Umgang mit den körperlichen Mitteln. Das Bewegungstraining nutzen Schauspieler*innen, Mimen, Sänger*innen, Regisseur*innen, Musiker*innen, Tänzer*innen, Choreograph*innen, Bewegungsdozent*innen (die selbst neue Impulse suchen), Berlinbesucher*innen aus der Darstellenden Kunst. Für das Training ist keine Anmeldung erforderlich; die Termine der Teilnahme können frei gewählt und kombiniert werden.

 

Preise

  • Einzelticket 7 Euro
  • Wochenkarte 18 Euro (für fünf aufeinanderfolgende Termine)
  • 10er-Karte 60 Euro (gültig für 3 Monate)

 

Die Idee zum Bewegungstraining

Das Bewegungstraining wurde 2001 als Initiative des ehemaligen mime centrums in Zusammenarbeit mit der Berliner Künstlerin und Pädagogin Anke Gerber konzeptionell entwickelt und über einen längeren Zeitraum praktisch erprobt. Nach und nach kamen weitere Dozenten dazu, die sich für das Grundkonzept begeistern konnten und die besonders qualifiziert sind, wichtige Einzelaspekte des Trainings umzusetzen. Die Dozent*innen besitzen jeweils einen spezialisierten Ausbildungs- und Erfahrungshintergrund, arbeiten im Team zusammen und stehen in einem beständigen praktischen Austausch miteinander. Jede/r Dozent*in kennt die Trainingsinhalte und -methoden der anderen und kann im eigenen Training entsprechende Kontrapunkte setzen und Zusammenhänge schaffen.

Trainingsplan

November 2017

Daten

Oktober 2017

Daten

Unsere Trainer

Aleksandar Acev

Vita

geb. in Zagreb, studierte zeitgenössiche Mime an der Moving Academy for Performing Arts (MAPA) in Amsterdam. In den 80er Jahren war er Darsteller im ehemaligen Jugoslawien, trat aber auch u.a. in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden auf.

Anke Gerber

Trainingsschwerpunkt
Trainingsschwerpunkt
Der sinnvolle Umgang mit Spannung und Entspannung; die Entwicklung von Achse und Balance; die Arbeit mt Isolationen und Körperwellen. Wir trainieren Kraft, Geschmeidigkeit, Koordination und Bewegungsbewusstsein; wir benutzen und trainieren Elemente aus den Bereichen Mime und Körpersprache. Wir arbeiten hin auf die Wahrnehmung und Analyse von Bewegungen und suchen dabei den Zusammenhang zwischen innerer (empfundener) und äußerer (lesbarer, also schauspielerischer) Körperhaltung. Wir entwickeln ein Bewusstsein für Rhythmus als wichtigem Aspekt von Körpersprache und Schauspiel.
Vita
Ausbildung zur Bühnentänzerin an der Staatlichen Ballettschule Berlin, abgeschlossenes Philosophiestudium an der Humboldt Universität zu Berlin; europaweit Bühnen-, Regie- und Lehrtätigkeit in den Bereichen Tanz, Pantomime, Physisches Theater, Clownerie, Maskenspiel und Schauspiel; Lehraufträge u.a. an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" Berlin (Puppenspiel). Veröffentlichungen: das Fachlehrbuch "Anatomie der Pantomime" (Neuauflage 2016) und gemeinsam mit dem Schweizer Choreografen Christian Mattis das Werkbuch "Bewegung inszenieren" (2017)

Esther Geyer

Trainingsschwerpunkt
Trainingsschwerpunkt
Ziel des Trainings ist es, den Teilnehmern bisher unbekannte Bewegungsmöglichkeiten ihres Körpers zu eröffnen um neue Wege zu finden eine Geschichte oder eine Figur zu entwickeln.
Das Training umfasst körperliches und mentales Warm-up, Krafttraining, Körperwahrnehmung, Integrationsarbeit von Körper-Stimme, Dissoziation etc.,  die schließlich in einer offenen Improvisation oder kleinen Performances münden um das Erlernte anzuwenden. Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit wechseln sich ab. Es wird gut gepowert.
Vita
Esther Geyer ist freischaffende Künstlerin und arbeitet als Schauspielerin, Choreografin, Sprecherin und Tanz- und Theaterpädagogin. Sie hat Schauspiel an der Hochschule für Schauspiel Sevilla, Spanien, und am Königlichen Konservatorium Brüssel, Belgien, studiert und erfolgreich mit einem Master abgeschlossen. Sie hat sich als Choreografin und Tanzpädagogin an der UdK Berlin – Career College zertifiziert sowie als Sprecherin, an der Deutsche POP Akademie Berlin. Sie unterrichtet und leitet Workshops in den Bereichen Bewegung, Tanz, Schauspiel und Stimme.

Friederike Schröder

Trainingsschwerpunkt
Verbindung schaffen zwischen Körper und Stimme/Sprechen; Lockerung der Gelenke, Bewusstsein und Beweglichkeit der Wirbelsäule/Rücken (Rotation, Seitbeuge, Welle, Partnerarbeit); Bauch- und Gesäßmuskeltraining, Zwerchfellarbeit; Dehnungen (auch Beckenboden und Halsmuskulatur); Erdung/Bodenkontakt (Füße, Knie, Becken); Gleichgewicht und Stimme/Sprechen; Improvisation: spielerisch und körperlich mit dem Text/Sprechen umgehen.
Vita
Schauspielausbildung an der "Stage School of Music, Dance and Drama" in Hamburg (Ballett, Modern, Jazz, Partnering); Ausbildung zur Atemlehrerin am „Ilse-Middendorf-Institut" in Berlin; Weiterbildung u.a. in Atem und Klang (Christa Camerer), Stimme und Bewegung (Roy-Hart-Theatre); Dozentin für Bewegung und Stimme, Sprecherziehung, Atemlehre; stimmlich-sprachliche Begleitung bei Theaterinszenierungen.

Ilka Metzner

Trainingsschwerpunkt
Körperliche Erwärmung, Lockerung und Kondition. Übungen zur Spannung und Entspannung.
Arbeit an der Aufrichtung, der Erdung / dem Bodenkontakt und dem Körperzentrum so wie an der Wahrnehmung.
Partnerarbeit und die Freude am Austausch und der Bewegung.
Elemente aus dem Suzukitraining sowie dem Viewpointtraining der Improvisation und dem Gruppenspiel.
Vita
Sie absolvierte ihr Schauspielstudium am Mozarteum in Salzburg. Die weitere Ausbildung im Viewpointtraining (Körper-/ Stimm- und Improvisationstraining) und in Suzukitraining erhielt sie in Salzburg sowie in den USA bei Anne Bogart und der Siti Company. Weiterbildung im Bereich Kommunikation und Körpersprache (Claudia Heilmeyer). Jahrelanges Training in Yoga/ Qi Gong, Kempo,Tango Argentino, Contact Improvisation. Lehrtätigkeit im Bereich Viewpointtraining, Schauspiel/ Körpertraining, Improvisation, Kommunikation und Präsentation unter anderem an der TU Berlin, Hochschule der Medien in Stuttgart, Kreissparkasse Saarpfalz, LPM Saarbrücken sowie der Hochschule der Kunst in Zürich.

Maya Brosch

Trainingsschwerpunkt
Trainingsschwerpunkt
In diesem Unterricht erarbeiten wir das freie changieren zwischen den Disziplinen, Tanz, Geste, physisches Theater und bereiten damit den Körper eines/r Darstellers/in vor. Wie kann der-die Performer/in bzw. Darsteller/in ein Repertoire an Ausdrucksformen für sich erstellen um genreübergreifende Inhalte auszudrücken. Musikalität der Bewegung, der Gebrauch des gesamten Körpers, das Einsetzen von Gewicht und Leichtigkeit, von Raum und Zeit. Wir sensibilisieren den Körper als Instrument des Ausdrucks und Entdecker der eigenen Kreativität.
Vita
Geboren in der Schweiz, lebt seit 30 Jahren zwischen Frankreich und Deutschland. Ausgebildet in Paris bei Etienne Decroux, daniel Stein, Theatre du Movement, Mime Corporel, Ella Jaroscewicz, Pantomime bei Jacques Lecoq, neutrale Maske, Academie Fratellini, Zirkus und Yves Casati, Ballett. Weiterbildung in der französischen zeitgenössischen Tanz Szene im CDN paris und Montpellier. Mitbegründerin des Theatre Mimobile und Theatre Corps Acteur, Paris. Tourneen durch Ost und West Deutschland, Frankreich u.a. Mitglied des Circus Rigolo Schweiz. Perfomerin, Tänzerin/Performerin in der frieien Szene Berlin und an der komischen Oper. Mitglied des Künstkollektivs "PLAY" zuvor (Murray/BroschProductions) in Montpellier.

Oliver Pollak

Trainingsschwerpunkt
Das Training umfasst körperliche und mentale Lockerung und Erwärmung, Übungen zu Flexibilität, Kraft und Spannung, sowie Artikulation, Ausdruck und Durchlässigkeit des Körpers und Anwendung des Erübten in Improvisation und Gruppenspiel.
Vita

Mime-Ausbildung in Kopenhagen (angelehnt an Jaques Lecoq), Paris (bei Marcel Marceau) und hauptsächlich in London (École de mime corporel dramatique – Théâtre de l’Ange Fou), mit Spezialisierung auf mime corporel dramatique (Etienne-Decroux-Technik).

Sandrine Hudl

Trainingsschwerpunkt
Warm-Up-/ Lockerungsprogramm; Haltungsaufbau, Bewegungssequenzen nach BMC® und Developmental Movement; Körper-Stimm-Training: Atem-, Konzentrations- Impulsübungen; Verknüpfung von Fitzmaurice Voicework und Roy-Hart-Theatre Voice mit klassischen Methoden der Stimm-/Sprechgestaltung, Improvisation und Komposition mit Körper-Stimm-Text-Material; Einflüsse aus der Meditation, Qi Gong und Yoga inspirieren Vorstellungskraft, Offenheit und Spielfreude, innere Fokussierung, Achtsamkeit und Bewusstwerdung sowie Flexibilität.
Vita

Sandrine Hudl ist M.F.A. Schauspielerin und Performerin, Dipl. Sprechwissenschaftlerin und Sprecherin.

Selina Senti

Trainingsschwerpunkt
Freude an der Bewegung und ein verspieltes Training sind bei mir Basis. Je nach Fokus kommen folgende Inhalte dazu: Differenzierte Körperwahrnehmung, Koordination, Kondition, Balance, Kraft, Zentrum, clowneske Elemente, Partnerspiel & Lesbarkeit.
Vita
Diplomierte Pantomimin, diplomierte Primarlehrerin (Grundschullehrerin), Dozentin für Bewegung, Pantomime, Clownerie & Artistik. Freude an der Bewegung und ein verspieltes Training sind bei mir Basis. Je nach Fokus kommen folgende Inhalte dazu: Differenzierte Körperwahrnehmung, Koordination, Kondition, Balance, Kraft, Zentrum, Partnerspiel & Lesbarkeit.

Tony De Maeyer

Trainingsschwerpunkt
Trainingsschwerpunkt
Das theatralisch-biomechanische Training umfasst im Wesentlichen ein Kompendium von Übungen zum Aufbau und zur Verbesserung der physischen Konstitution der Schauspieler sowie zur Einstudierung der Prinzipien von Bewegungsanalyse
und -konstruktion. Die Aufmerksamkeit richtet sich auf das Spiel des Gleichgewichts, Rhythmus, Raum und Wahrnehmung des eigenen Körpers, sowie auf die Musikalität und die poetische Ausdruckskraft des Körpers in Bewegung.

Formbewusstsein, räumliche Koordination, Körperbeherrschung, Rhythmik und Musikalität, vor allem aber auch Exzentrik und Groteske, also die Suche nach körperlichen Extremzuständen, sind wichtige Merkmale der biomechanischen Spielkultur. Biomechanisch geschulte Schauspieler beherrschen i.d.R. ein äußerst breites Spektrum an Ausdrucksmöglichkeiten und sind in der Lage, binnen kürzester Zeit die Spielregister zu wechseln, vom Expressiv-Artifiziellen über einen reduzierten Naturalismus bis hin zu Slapstick und Clownsspiel. Die verblüffende Vielseitigkeit der Biomechanik und ihre Fähigkeit, neue Einflüsse in ihr eigenes System zu integrieren, machen sie in der heutigen Situation zu einem wirkungsvollen Instrument eklektischer, postmoderner Spielweisen, die den Vorspielcharakter des Theaters ästhetisch reflektieren.

„The fundamental rule of Biomechanics is very simple: the whole body participates in every movement“
W. Meyerhold
Vita
Biomechanik-Schauspieler und -Lehrer. Schüler von Gennadi Nikolaevich Bogdanov, mit dem er intensiv zusammenarbeitete und unter dessen Regie er verschiedene internationale Produktionen realisierte.